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Samtgemeinde Hage

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Gemeinde Lütetsburg

Luetetsburg © Samtgemeinde Hage

Die Gemeinde Lütetsburg erstreckt sich 16,73 km² und hatte am 01.01.2015  eine Einwohnerzahl von 760 (Quelle: Nds. Landesverwaltungsamt).

Ene besondere Sehenswürdigkeit ist das Schloss Lütetsburg, das namensgebend für die Gemeinde war und ein Wasserschloss mit Vorburg und bedeutendem Park ist.

Die heutige moderne Vierflügelanlage wurde in den Jahren 1956-1962 erbaut. Die Hauptburg hatte vier Vorgänger (Mittelalter, Renaissance, Barock und Historismus). Die erste Burg wurde nach der Verwüstung 1514 durch die "Schwarze Garde" in der "Sächsischen Fehde" in den Jahren 1557-1576 von Unico Manninga wieder aufgebaut. Seine Tochter Hyma heiratete 1581 Wilhelm von Inn- und Knyphausen. Die Familie Inn- und Knyphausen, die aus dem Jeverland stammt, ist heute noch im Besitz der Lütetsburg. Ein unglücklicher Sturz des Tannenbaums am 28. Dezember 1897 führte zum Abbrennen der Burg. Das im friesischen Barockstil neu aufgebaute Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerbombt. Der Rest wurde durch ein Großfeuer im Jahre 1956 zerstört. Besser in die Landschaft passt das neu errichtete schlichte Bauwerk.

Die dreiflügelige Vorburg gehört zur zweiten, vom Häuptling Unico Manninga von 1557-1576 erbauten Anlage, ihr Torturm von 1731 zur dritten.
Eine Besichtigung der bewohnten Burg ist nicht möglich.

Ein außergewöhnliches Gartenkunstwerk stellt der 1790-1813 von Edzard Mauritz Freiherr von Inn- und Knyphausen angelegte Landschaftsgarten dar. Mit 30 ha altem Baumbestand, seltenen Exoten, Rhododendren und Azaleen ist er einer der größten und schönsten in Norddeutschland.
 
Der Lütetsburger Park zählt zu den wenigen auf dem Kontinent erhaltenen Beispielen des frühromantischen Gartentyps. Der oldenburgische Hofgärtner Julius Friedrich Wilhelm Bosse war hier von 1812 bis 1814 tätig und zeichnete den bedeutsamen Gartenplan. Der Park, für den Wörlitz konzeptionell ein Vorbild bot, zeigt starke Einflüsse aus der chinesischen Gartenkunst, die in den geschlängelten Wasserläufen, Inseln, Brücken und reitgedeckten Gartengebäuden zum Ausdruck kommen. 1793 starb die Ehefrau des Gartenschöpfers, gemäß seinem Wunsch wurde sie nicht in der Gruft der Patronatskirche, sondern auf der "Insel der Seligen" im Tempel der Natur beigesetzt. 1797 entstand das Teehaus, der "Tempel der Freundschaft", es ist einem Gartenfreund in Berlin gewidmet.

Heute werden im "Tempel der Freundschaft" auf Wunsch auch Eheschließungen durch das Standesamt Hage durchgeführt.
   
1802 erfolgte der Bau der "Nordischen Kapelle". Die Inschrift in der Kuppel "Natur und Tugend führen zu Gott" stellt den Glaubenssatz der deutschen Aufklärung dar: sich durch das Geistig-Schöne - hier die von Menschenhand geschaffene idealisierte Natur - zu Gott führen zu lassen. Dieses Wort veranschaulicht den Bedeutungszusammenhang zwischen der damaligen Auffassung von Natur, Ästhetik und Tugend. Der Garten sollte als Gleichnis des menschlichen Daseins betrachtet werden, ein Spaziergang als ein Fortschreiten durch die Bezirke geistiger Entwicklung, dargestellt durch Pflanzen, Monumente und Inschriften.